Csibi`s Tagebuch 2.

Abendgebet

Lieber Gott mach, dass Frauchen wieder lacht.

Ich weiß gar nicht was heute los war. Eigentlich ein ganz normaler Tag. Zuerst gehen meine Menschen aus dem Haus und sagen uns sie müssten arbeiten, dabei hauen sie einfach ab und überlassen uns die Wache bis sie wieder da sind. Nun gut, also los…

Ersteinmal streife ich so durch die Räume um mir einen Überblick zu verschaffen. Vor allem die Küche ist sehr interessant! Hier gibt es überall etwas zu schnuffeln und heute hatte ich Glück. Ein komisches weißes Ding stand da oben auf dem Tisch und zwar in meiner Reichweite. Also recken und strecken, ein bisschen hüpfen und schon kegelte das Ding runter und mir genau vor die Pfoten. So, jetzt kann es losgehen. Mit Inbrunst mache ich mich über den Schraubverschluss her.(hatte ich schon erwähnt, dass ich Schraubverschlüsse liebe?) Es dauert gar nicht lange und ich habe ihn geknackt….Aber was ist das? Da kommt ganz langsam eine dicke gelbe Masse heraus gelaufen und die schmeckt sogar richtig lecker. Nun kommt auch Àlmos dazu um sich seinen Anteil zu sichern. Wir kriegen gar nicht genug davon und schlecken was das Zeug hält. Aber diese Masse ist wohl auch froh endlich frei zu sein denn sie verlässt fast komplett ihr Ding und breitet sich gemütlich  in der Küche aus. So langsam habe ich genug von dem Zeug und Àlmos glaube ich auch. Da ich jedoch noch meiner Arbeit nachgehen muss, tappe ich durch die Masse und dann weiter durch mein Revier, denn Bad und Schlafzimmer müssen ja auch kontrolliert werden. Ohh –  ich glaube mir wird übel……so, erledigt. Jetzt fühle ich mich matt und springe einfach mal auf das große Lager von meinen Menschen so wie sie es auch machen, wenn sie sich nicht wohl fühlen. Es hilft nicht! Mir wird schon wieder schlecht….Ich will mich gar nicht weiter auslassen. Nur soviel: Es kam mehr heraus, als ich herein geschleckt habe. Dann –  endlich kam mein Frauchen nach Hause. Ich wollte ihr gleich erzählen, wie schlecht es mir ging und das ich trotzdem fleißig alles bewacht habe……aber bevor ich auch nur ein Wau hervorbringen konnte, hörte ich nur „Oh Ohhh Neiiiin, Csibiiiiii ….“dann ein menschliches Knurren und ein lautes… „Ich glaub das nicht…..“.

Von da an glaubte ich auch nicht mehr,denn ich wurde wortlos geschnappt, gewaschen, gerubbelt und dann ignoriert. Hmm, irgend etwas war hier nicht in Ordnung? Wer versteht schon die Menschen! Da tut man als Hund seine Pflicht und kümmert sich um alles  – und dann??? Ich hab ja gelauscht, als Frauchen dann Herrchen alles erzählt hat und erfahren, dass diese Masse Honig heißt und wohl sehr wichtig ist. Ich glaube, ich hätte sie nicht freilassen dürfen…

Lieber Gott, ich verspreche, dass ich morgen, wenn mein Frauchen nach Hause kommt, ihr fröhlich mit ihrem Hausschuh im Maul entgegen springen werde. Da lacht sie dann immer und ich kriege eine Knuddeleinheit extra!

Gute Nacht und ein schläfriges Wau Wau!

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