Bella und die Regenbogenbrücke

Jetzt nach knapp 13 Jahren, wo die Zeit gekommen ist über die Regenbogenbrücke zu gehen, da erinnere ich mich noch einmal ganz genau wie mein Leben in meiner neuen Familie begann…

Ich wurde in einen Korb gelegt mit meinem Lieblingshandtuch und einem vollen Bauch, satt und müde wurde ich durchgerüttelt weil meine neuen Mitbewohner zum Zug rennen mussten um mich in mein neues zu Hause zu bringen, nach Velten.

Na, hier gefiel es mir. Alles grün und groß und die zwei großen Menschen und der kleinere bewunderten mich lachten und gaben mir lustige Dinge zum Beißen und Toben. Komisch war nur dieser schwarze mich anknurrende und dann ignorierende andere Hund. Was bitte gefiel ihm an mir nicht? Soweit ich mich erinnere tat ich alles um den Seppel (so rief man ihn) zu beeindrucken. Aber mal ehrlich,wenn ein Dackel nicht will dann will er nicht. Nun ich jedenfalls hatte meinen Spass mit ihm. Eines Nachts gelang es mir sogar zu ihm in sein Lager zu schlüpfen und mich auf ihn zu kuscheln,denn ein wenig fehlten mir ja noch meine Geschwister. Er war nicht begeistert aber ich hatte es geschafft – ich wurde aufgenommen.

Von nun an ging es los mit dem herrlichen Leben. Da gab es noch mehr Familie zu bestaunen und alle hatte ich im Sturm um meine linke Pfote gewickelt-ich durfte auf das Sofa ,welches dann auch meins blieb, wurde verwöhnt und geliebt.Dann zu meiner großen Freude, erschien doch plötzlich mein Bruder und dann auch noch meine Schwester mit ihren Frauchen zu Besuch. Von nun an gab es herrliche Renn-Runden und es wurde getobt und gebalgt bis zum umfallen.

Dann beschloss Frauchen mit mir zu einer Hundeschule zu gehen. Ich sollte ein gut erzogener Hund werden .Es war aufregend ,aber bei so viel neuem fiel es mir schwer gleich beim ersten Ruf auf mein Frauchen zu hören. Ja und das ist dann auch so geblieben.Aber wenn ich Arabella gerufen wurde …nun ja…dann wurde es doch ernst ! Ach ja und als ich gelernt hatte mich in das große dunkle blaue Wasser zu trauen ,zu dem wir manchmal fuhren, na ich sag euch, das war köstlich und ich konnte nicht genug darin toben.Wenn mich einer fragen würde was das schönste für mich war,dann wohl zuerst mal Futter und Leckerli, klar oder? Dann Ball spielen und auf der Wiese nach allerlei schnüffeln und sich kraulen lassen….ach ja das war himmlisch.Und wo wir schon davon reden,buddeln ist auch nicht schlecht ,nur da gab es manchmal Ärger mit Herrchen und er fand es auch nicht besonders toll wenn ich schon mal seine Möhren geerntet habe und seine  Äpfel schmeckten mir auch…Aber einmal,Leute das war wie im Schlaraffenland: Katzen hatte meine Familie ja auch und am Abend kam das Komando – Alle Katzen Raus – und ich schoß wie der Blitz durch das Haus und verriet die Verstecke der Katzen!! Ha..Ich war gut!Aber dieses eine Mal da haben wir zusammengehalten ,die Katzen und wir zwei Hunde und haben meiner Familie den ganzen Wursteinkauf aus Ungarn weggefressen und das war richtig viel.Ich glaubte das Wort Hängebauchschwein gehört zu haben und es gab den ganzen nächsten Tag nix zu fressen-aber mann- wer will schon fressen wenn der Bauch auf der Erde hängt ;).

Bald gab es Veränderungen im Rudel, denn nun zog der Seppel aus (er ging wohl in den Himmel) und dann der Sohn aus meiner Familie(er ging wohl nach Berlin). Wenn er aber mit seiner Freundin zu Besuch kam, na dann gab es ein Geschmuse und Geknuddel,was für eine Wonne! Es vergingen schöne Monate und ein anderes schwarzes Knäuel zog ein (wohl ein Puli). Nun, ich hatte ja von Seppel gelernt wie Hund mit sowas umgeht:knurren und ignorieren. Hat geklappt, denn der hielt Abstand. Hey – so als Chefin – das fühlte sich gut an! 😀 Dann einige Jahre später folgt doch noch so ein Ding – wieder ein schwarzes Knäuel (wieder ein Puli) WOZU?? Aber wenn ich es recht bedenke, dann habe ich von nun an ein richtiges Hunderudel!

Aufregend und traurig war ja auch die Geburt meiner 2 Welpen, selbst meine Familie konnte da nicht helfen und mein Herz wurde schwer.

Nun war ich ja auch nicht mehr so jung und das war ja wohl auch das Problem.

Dann, bei der Kontrolle nach Feinden auf meinem Besitz, kratzt mich doch so ein Biest von Katze so tief in den Hals, das sich auch noch alles entzündet und ich operiert werden mußte, sowas Blödes aber auch. Ach wisst Ihr, man wird ja nicht jünger und steckt die Dinge nicht mehr so leicht weg und doch liebte ich es immer noch zu fressen, Ball zu spielen und auf die Wiese zu gehen und mit meiner Familie zu schmusen, zu knuddeln und einfach bei Ihnen zu sein.

Wenn ich jetzt so nachdenke, finde ich euch Menschen einfach wunderbar.

Ihr versteht mich und liebt mich (und ich euch auch! 😉 ) werde von euch gehalten und kann vertrauen. Es war für mich einfach anders und schöner mit Euch , als mit anderen Hunden.

Aber jetzt meine geliebte Familie bin ich sehr müde und möchte mich verabschieden , denn ich habe alles gefressen, geschnüffelt und erlebt was ich konnte und es war einfach zauberhaft.

Danke und ein herzliches WauWau für Euch.

Hey, heult nicht so viel…wenn Ihr die Regenbogenbrücke sehen könntet…dann wüßtet Ihr das alles gut ist so wie es ist. Also, vertraut einfach mal…..Wir sehen uns….Eure Bella

 

 

2 Gedanken zu „Bella und die Regenbogenbrücke

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